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1300 Die Sankt Trinitatiskirche
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Die Sankt Trinitatiskirche an der Ecke Talkstraße/Heinrichstraße lag ursprünglich einmal weit außerhalb der Stadt und zählt in der Neuzeit zu den ältesten Sakralbauten im Geraer Stadtgebiet, weil sie auch die vernichtenden Stadtbrände in den Jahren 1639, 1686 und 1780 nahezu unbeschadet überstanden hatte. Anfangs des 14. Jahrhunderts errichtet, wurde der einschiffige Sakralbau (Saalbau) nach Einführung der Reformation und der Verlegung des Friedhofes neben die Kirche durch Erweiterung und Umbau 1611 als Begräbniskirche geschaffen.
Anstelle des erst 1899 errichteten Turmes stand dort bis dahin die Sankt Wolfgangskapelle, an der früher für die Schäfer der Umgegend und den nahen Dörfern um Gera alljährlich zum Sankt Wolfgangstag am 31. Oktober, ein besonderer Gottesdienst abgehalten wurde.
Im Jahr 1841 wurde die bekannte Wolfgangskapelle abgebrochen und ihre spätgotische Außenkanzel von 1500 an der östlichen Außenwand der Trinitatiskirche eingefügt.
Etwa gleich alt wie die Sankt Wolfgangskapelle aus dem 12. Jahrhundert war das nebenan errichtete Sankt Wolfgangshospital. Seit 1445 war das Marienhospital anstelle des heutigen (2008) Stadtmuseum als zweites Hospital urkundlich bezeugt. Im Jahr 1738 wurde es neben das Sankt Wolfgangshospital verlegt.
Die beiden Hospitäler wurden allgemein im Volksmund als der reiche und der arme Spittel bezeichnet. Als den armen Spittel bezeichnete man das Sankt Wolfgangshospital, welches aber weit mehr Kapitalien besaß als das Marienhospital. In den Jahren 1872 bis 1875 wurde ein neues Hospital in der danach benannten "Hospitalstraße" (Karl Liebknecht Straße), das "Helene Fleischer Haus" errichtet und das Grundstück, auf welchem die alten Hospitäler standen, an die Stadtgemeinde auf Abbruch verkauft.
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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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