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17.03.1816 Franz Gustav Spaethe geboren
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Die Spaethe-Passage

Im Jahr 1869 legte der kunstsinnige Geraer Kaufmann Franz Gustav Spaethe, der Besitzer der Hauses "Große Kirchstraße 9", einen Durchgang von der "Großen Kirchstraße zu der Gasse "Hinter der Mauer" an.
In den Nischen dieser Passage stellte er Bronzen und Nachbildungen antiker Skulpturen auf, die er auf seinen mehrfachen Italienreisen zusammen getragen hatte. Diese "Spaethe-Galerie" bildete eine Sehenswürdigkeit und bestand in dieser Form bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.
Das Geraer Stadtmuseum, welches die Geraer Geschichte immer wieder anschaulich dokumentierte, besitzt noch einen Zinkguss, welcher eine antike Ringergruppe darstellt, die bei Spaethe zu sehen war und die Nachbildung einer Marmorskulptur aus den weltberühmten Uffizien (ein Museum) im italienischen Florenz ist.
Im Jahr 1888 wurde dieser Durchgang sogar bis zur Sorge erweitert.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts befanden sich zu beiden Seiten der Passage Läden zum Einkaufen. Anfang der 1980er Jahre fiel ein Teil der Passage der Verlegung der Straßenbahnlinie von der Sorge in die Gasse "Hinter der Mauer", später "Am Leumnitzer Tor", zum Opfer.
Da sich seit dem nur noch auf einer Seite der Passage Läden und eine Gaststätte befinden, hat sie viel von ihrer ursprünglichen Attraktivität verloren.

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Tintenglas mit Feder
 
 
18.01.2015
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