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18.07.1890 Berta Schäfer geboren
erta Schäfer wurde unter ihrem Mädchennamen Langer in Lodz geboren und kam im Jahr 1905 mit ihren Eltern nach Gera. Sie war in der Folgezeit Mitglied beim "Jungspartakusbund", dem Bund "Freunde der Sowjetunion", der "Solidaritätsbewegung", der "Roten Hilfe" und der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). 1934 wurde der gesamten Familie von Berta Schäfer die deutsche Staatsbürgschaft aberkannt, weil laut der NS-Rassegestzgebung eine jüdische Linie fest gestellt worden war. Im September 1944 wurde sie verhaftet und in das Konzentrationslager Ravensbrück verbracht, wo sie am 11. Februar 1945 verstarb. Da der Tod von Berta Schäfer nie offiziell und schriftlich dokumentiert worden war, konnte nur auf eine mündliche Mitteilung durch die Gestapo der Todeszeitpunkt fest gestellt werden.
1905 Berta Schäfer kam nach Gera
erta Schäfer war eine deutsche Widerstandskämpferin zur Zeit des Nationalsozialismus in Gera. Berta Schäfer zog zusammen mit ihren Eltern 1905 nach Gera. Geboren wurde sie am 18. Juli 1890 in Lodz und verstarb am 11. Februar 1945 im KZ Ravensbrück. In Gera arbeitete sie in verschiedenen Industriebetrieben, engagierte sich politisch und gehörte dem Jungspartakusbund, dem Bund Freunde der Sowjetunion und auch der Roten Hilfe an. Mit ihrem späteren Mann war sie in der KPD aktiv. Mit ihm hatte sie zwei Töchter. Während der NS-Zeit wurde der Familie 1934 aufgrund einer nach den Nürnberger Gesetzen festgestellten jüdischen Linie die Staatsbürgerschaft entzogen. Auch verlor ihr Ehemann im Zuge von Säuberungsaktionen seine Stelle als Krankenpfleger am städtischen Krankenhaus. Dem ständigen Druck, sich von seiner jüdischen Frau scheiden zu lassen, widerstand er während der gesamten NS-Zeit. Ständige Hausdurchsuchungen, Arbeitslager und Zwangsarbeit waren noch die kleineren Übel, die ihre Familie durchzustehen hatte. Eine ihrer Töchter, die von einem "Arier" ein Kind bekommen hatte, wurde wegen dieses Verbrechens - Rassenschande - ins Konzentrationslager gebracht und kehrte 1945 krank zurück.
01.1933 Nur noch 378 Juden in Gera
m Jahr 1933 lebten 378 jüdische Personen in der Stadt Gera. In den folgenden Jahren danach ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Am 28. Oktober 1938 wurden die in der Stadt zahlreichen sogenannten "Ostjuden" aus allen Stadtteilen abgeholt und zur Ausreise gezwungen. Sie wurden an die deutsch-polnische Grenze transportiert. Beim Novemberpogrom 1938 wurden die beiden Synagogen geschändet und demoliert. Die meisten der jüdischen Männer wurden verhaftet und in das KZ Buchenwald verschleppt. Bis 1939 wurden die letzten jüdischen Geschäfte "arisiert". Für die noch in der Stadt lebenden jüdischen Personen wurden sogenannte "Judenhäuser" eingerichtet. Das Haus der Familie Borenstein in der Schulstraße 16 ( Hußstraße), das Haus der Familie Birnbaum in der Agnesstraße 4 (Gagarinstraße) und das Haus Zschochernstraße 32. 1942 wurden noch 64 jüdische Einwohner gezählt. Die meisten von ihnen wurden bei zwei Deportationen in diesem Jahr in Vernichtungslager verbracht.
Zusatzinformationen
03.05.1978 Wie die Berta Schäfer Straße entstand
n diesem Tag erhielt eine Straße im 5. Bauabschnitt des Neubaugebietes Gera/Lusan den Namen Berta-Schäfer-Straße. Berta Schäfer, geborene Langer, am 18. Juli 1890 in Lodz, war eine deutsche Widerstandskämpferin zur Zeit des Nationalsozialismus in Gera. Berta Schäfer zog zusammen mit ihren Eltern 1905 nach Gera. Hier arbeitete sie in verschiedenen Industriebetrieben. Schäfer engagierte sich politisch und gehörte dem Jungspartakusbund, dem Bund Freunde der Sowjetunion sowie der Roten Hilfe an. Mit ihrem späteren Mann war sie in der KPD aktiv. Mit ihm hatte sie zwei Töchter. Während der NS-Zeit wurde der Familie 1934 aufgrund einer nach den Nürnberger Gesetzen festgestellten jüdischen Linie die Staatsbürgerschaft entzogen. Auch verlor ihr Ehemann im Zuge von Säuberungsaktionen seine Stelle als Krankenpfleger am städtischen Krankenhaus. Dem ständigen Druck, sich von seiner jüdischen Frau scheiden zu lassen, widerstand er während der gesamten NS-Zeit. Ständige Hausdurchsuchungen, Arbeitslager und Zwangsarbeit waren noch die kleineren Übel, die ihre Familie durchzustehen hatte. Eine ihrer Töchter, die von einem "Arier" ein Kind bekommen hatte, wurde wegen dieses Verbrechens - Rassenschande - ins Konzentrationslager gebracht und kehrte erst zu Kriegsende im Jahr 1945 krank zurück. Berta Schäfer selbst wurde im September 1944 ins KZ Ravensbrück interniert, wo sie am 11. Februar 1945 im Alter von nur 54 Jahren den Tod fand.

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18.01.2015
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